KUNG-FU WAFFEN
In den Chinesischen Systemen werden eine mehr oder weniger größere Anzahl von Waffen (im engeren und weiteren Sinne) unterichtet. Häuptsächlich erlernen die Schüler direkte Waffen, d.h. Waffen, die den Gegner sofort verletzen. Indirekte Waffen, wie z.B. Gifte, werden nur den hohen Meistern unterichtet. Das Training mit Waffen umfaßt deren Gebrauch in Übungen, Partnerübungen und deren AnwendungenDabei ist es besonders wichtig, daß der Schüler die Übungen intensiv und mit einem Höchstmaß an Konzentration durchführt, denn bei den Partnerübungen soll der Gegner ja nicht verletz werden. Das setzt ein großes Maß an können voraus. Der praktische Nutzen der Waffenhandhabung liegt also nicht nur in deren Anwendung, sondern auch darin, daß durch die Benutzung der Waffen die Sehnen, Knochen und Muskeln gestärkt werden. So trainiert ein >>Kwan-do<< (große Hellebarde) vor allem die Kraft der Arme durch sein großes Gewicht, ein >>Darn-do<< (Säbel) die Gelenkigkeit der Handgelenke durch schnelle Drehungen. Die Anzahl der Waffen, die ein System unterichtet, ist individuell verschieden. Manche Stile haben nur zwei Wffen (Wing-Tsun), andere dagegen 50 und mehr (Tang-Lang-Kuen). Im Siu-Lam (Shaolin) Kung-Fu werdendie traditionellen 18 Waffen unterichtet.